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Umgang

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Alle Kamele (auch Lamas und Alpakas) sind aufgrund ihrer Körpergrösse , der Gebissform und vor allem wegen ihres selbstbewussten Charakters als potentiell gefährliche Tiere zu sehen. Bei falscher Behandlung können vor allem Grosskamele äusserst gefährlich werden. Im Gegensatz zu Pferden und Rindern können Kamele sowohl mit Vorder- als auch Hinterbeinen nach allen Seiten ausschlagen. Obwohl Kamelfüsse durch das Sohlenpolster weicher sind als Pferdehufe, kann es aufgrund der grossen Kraft zu Knochenbrüchen und Quetschungen kommen.

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Des weiteren haben Kamele ein für Pflanzenfresser recht eindrückliches Gebiss: Die Eckzähne erwachsener Hengste, aber auch älterer Stuten, sind mehrere Zentimeter lang, spitz und nach hinten gebogen. Die selbe Form haben die ersten Vorderbackenzähne und der einzige Schneidezahn im Oberkiefer. Normalerweise brauchen Kamele diese gewaltigen Waffen während der Rivalenkämpfe in der Brunftzeit oder wenn Kamelmütter ihre Fohlen verteidigen wollen. Aber auch Menschen, die gewisse Grundregeln im Umgang mit den Tieren missachten laufen Gefahr, schwere Bissverletzungen davonzutragen.

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Ungefährlich aber äusserst unangenehm ist auch das Spucken. Dabei wird halbverdauter Mageninhalt hochgewürgt und dem Gegenüber (Artgenossen im Streit ums Futter, Menschen die unangenehme Sachen verlangen, wie Tierärzte etc.) teilweise recht gezielt entgegengespuckt.

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Am gefährlichsten ist aber wahrscheinlich, wenn zu sehr auf Menschen fixierte Hengste versuchen, einen unter Kamelen üblichen Ringkampf mit dem Menschen auszutragen. Dabei versuchen die beiden Tiere jeweils den Gegner umzuwerfen und zu Boden zu drücken und knien sich dann mit den Vorderbeinen auf den Unterlegenen.

Was bei Kamelen die Rangordnung klärt führt bei Menschen aufgrund der Grössenverhältnisse (Kamelhengste wiegen bis zu 1000 kg) meist zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tode.


Nichtsdestotrotz können Kamele bei richtiger Erziehung und kamelgerechtem Umgang ein Leben lang äusserst angenehmen und verschmuste Haustiere sein. Um diesen richtigen Umgang zu lernen bzw. Kamele richtig zu verstehen, sollte sich jeder, der mit dem Gedanken spielt sich ein Kamel anzuschaffen, vorher intensiv mit der Thematik auseinander setzen und möglichst vor der Anschaffung der Tiere Erfahrungen im direkten Umgang sammeln.

Selbst Reiter und andere Personen, die mit Pferden zu tun haben, können ihr Wissen nicht einfach übertragen, da Kamele und Pferde in ihrem Wesen völlig unterschiedlich sind und auch unterschiedlich auf Situationen reagieren. Wie bei allen Tieren überträgt sich ein ruhiges, selbstbewusstes Auftreten auch bei Kamelen vom Mensch aufs Tier.

Grundsätzlich sollte man wissen, dass Kamele entgegen ihrem Ruf sehr intelligent und lernfähig sind. Desweitern sind sie keine Fluchttiere und bewegen sich bei schlecht einschätzbarem oder angstmachenden Momenten keinen Schritt, was von Nichtkamelkennern als Sturheit missverstanden wird.

Bei der Erziehung ist es am schwierigsten, den Mittelweg zwischen vertrauensvollem Umgang und konsequenter Durchsetzung zu finden.

 

 

 

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